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Die Besonderheiten des Iyengar-Yoga

 

Iyengar-Yoga ist eine Form von Hatha-Yoga. Im Hatha Yoga wird der Körper als Tempel der Wahrheit, des Wissens und der Erfahrung betrachtet.



Alignment


Die Entdeckung der Richtung im Asana ist ein Grundprinzip der Übungspraxis im Iyengar-Yoga. Als besonders wichtig sind neben der präzisen, tiefgreifenden, aber auch achtsamen Ausführung und der Verwendung von Hilfsmitteln Ausrichtung und Aufrichtung (Alignment).

Gemeint ist das Ausrichten der Körperachsen auf mehreren gedachten Linien, die sich auf die Körperhaltung beziehen. Aufrichtung meint u.a. sich dynamisch zwischen Erde (Füße) und Himmel (Kopf) zu befinden und zu bewegen mit der Kraft, die von unten stärkt und stützt und die von oben hält. Aufrichtung meint, innerliche und äußerliche Kraft entwickeln.

Für Iyengar ist Präzision ein Synonym für Klarheit, Achtsamkeit und Wachheit. Erst die genaue und aufrichtige Selbstbeobachtung während der Übungspraxis ermöglicht
einen wirklichen Zugang zu den tieferen Schichten des Seins, ermöglicht Leichtigkeit im Körper und damit Freiheit.

Hierzu unbedingt notwendig ist ein gewisser Grad an Konzentration, der die Tiefe und die Wirksamkeit der Körperhaltungen (Asanas) bestimmt.

 

Timing

Iyengar verstand darunter den Aspekt, mit dem ein Schüler einen Prozess ausführen und erreichen kann. Es wird verstanden als die Zeit zwischen Input und Output. Der Output kann erst einige Zeit nach dem Input aufkommen.

 Es gibt Asanas, in denen der psychisch-mentale Effekt erst nach einiger Zeit auftaucht, uns allen bekannte Beispiele dafür sind der Kopf- und Schulterstand. Hier wären beispielsweise nur wenige Sekunden in der Haltung nicht wirksam.

Durch das Timing wird in unserem System eine Zirkulation erschaffen, die spezifisch für das jeweilige Asana ist. Dies ist sehr wichtig für die Evolution des Bewusstseins oder der Änderung des State of the mind. Es geht aber nicht nur rein um die Zeit nach Stoppuhr (wir sollten nicht die Sklaven unserer Uhr werden) – vielmehr geht es um den Zeitaspekt den ein integrierter Geist auf den Stoffwechsel und Zellprozess hat. Daher erhalten wir im Iyengar Yoga so viele Anweisungen – sie helfen uns den Geist in das Asana zu integrieren!

Prashant Iyengar (der Sohn von BKS) betont, dass erst das Zusammenspiel von Alignment, Sequenzing und Timing in Summe den Zauber des Iyengar Yogas ausmacht, sie arbeiten nur integriert ineinander. Als Schüler ist und soll es unser Bestreben sein auch die Theorie unserer Praxis zu verstehen oder verstehen lernen zu wollen.

 

Die Hilfsmittel


Im Iyengar-Yoga kommt besonders auf die korrekte Ausrichtung (Alignment) der Asanas an. Dazu werden zahlreiche Hilfsmittel verwendet, wodurch der Yoga-Stil auch für Menschen mit verkürzter Muskulatur und bei Krankheit und Behinderung ausgeführt werden kann.

 

Sequenzing

Was den Iyengar Yoga von einigen Yogarichtungen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es nicht die eine Standardsequenz gibt. Außerdem wechselt in der Regel der Schwerpunkt alle vier Wochen und wird Woche für Woche durch die Stehhaltungen, Vorbeugen/Drehungen, Rückbeugen und die Regeneration/Pranayama getragen. Hier bildet aber die Regel auch mitunter die Ausnahme. Es kommt ganz darauf an, welcher Schwerpunkt gelegt wird. Manchmal ist auch das Üben eines ganz bestimmten Asanas oder einer Gruppe von Asanas der Schwerpunkt.

Bei der Bildung einer Sequenz ist es im Iyengar Yoga wichtig, Asanas überlegt zu gruppieren und aufeinander folgen zu lassen. Es gibt vorbereitende Haltungen und eine gewisse „Dramaturgie“, die den Übenden möglichst harmonisch von einer Haltung in die nächste gleiten lässt - mit dem Ziel, letztlich den ganzen Leib des Übenden zu berühren und am Ende der Stunde nicht nur einen „Eindruck“, sondern auch eine harmonische Geisteshaltung zu erzielen. Hinzu kommt, dass es physiologische Regeln gibt, die Iyengar Yoga Lehrer befolgen. Zum Beispiel wird der Kopfstand immer VOR dem Schulterstand geübt und nie ohne den Schulterstand.

 

Am Ende einer Sequenz sollte sich Ruhe und Ausgeglichenheit einstellen.

 

All das kannst Du im Iyengar-Yoga-Zentrum erleben – schau doch mal vorbei:

 

Ein Gastbeitrag von Britta Reinhardt 

 

 

Iyengar-Yoga ist nach seinem Begründer B.K.S. Iyengar benannt, der 1918 im Süden Indiens geboren wurde und als Kind schwach und ständig krank war. Aus diesem Grund schickte ihn seine Familie zu dem legendären Yoga-Lehrer Krishnamacharya. Drei Jahre lang lernte Iyengar dort unter strenger Führung Yoga und fand zu körperlicher Gesundheit, bevor er selbst zu unterrichten begann.

B.K.S. Iyengar erforschte die Asanas (Körperhaltungen) im Eigenstudium so genau, wie kaum ein anderer. Dabei nutzte er Hilfsmittel wie Blöcke und Gurte, um besser in die Haltungen zu kommen. Die Hilfsmittel – auch Props genannt – machen es möglich, die Übenden genau dort abzuholen, wo sie mit ihrer körperlichen Verfassung stehen.

 

       Wie ist das?

Können Sie wirklich genießen und

die schönen Momente des Lebens verinnerlichen?

 

Oder rauscht der Tag – die Woche – das Jahr…

eher so vorbei?

Mit dem Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht? 

 

 

 

Wir haben alle schon Tage und Wochen erlebt, in denen wir niedergeschlagen waren und kein Licht am Horizont in Sicht war. Selbst positive Ereignisse machten uns weniger Freude.

In solchen Phasen fällt es schwer, die Lebensfreude zu spüren und die Dinge wirklich zu genießen: freundliche Worte von Kollegen oder Nachbarn, wunderbare Momente in der freien Natur, selbst die sanfte Berührung unseres Partners – all diese Dinge nehmen wir dann zwar noch als schön war, doch wir können uns nicht wirklich freuen. Wir sind emotional zurückgezogen. Die Tür ist zu.

 

Wenn wir nicht wirklich in das Leben eintauchen, fehlt uns ein entscheidendes Stück an Zufriedenheit.

Wenn wir dazu emotional nicht in der Lage sind, kann sich dies negativ auf unsere Lebensfreude und auf lange Sicht auf die Gesundheit auswirken. Es gilt hinter das Vordergründige zu schauen, um zu einer erfüllenden Lebensqualität zu finden.

Doch was sind eigentlich die Blockaden?

 

Überholte Konditionierungen erkennen

Von klein auf wird uns beigebracht, was wir zu tun haben, wie das Leben funktioniert, welche Regeln wir zu beachten haben, welche Gefahren uns begegnen können und dergleichen mehr.

Das geschieht überwiegend in der Familie, wir hören Aussagen, die wir zunächst als wahr annehmen.  „Das Leben ist ein Kampf“ oder „wer hoch steigt, der fällt tief“ sind zwei solcher „Weisheiten“, die meine Oma immer zu sagen pflegte. Das sind unbewusst übernommene Konditionierungen, die unser Leben eine Zeitlang begleiten und tief wirken können.

Diese irgendwann als solche zu erkennen und für sich selbst einer Prüfung und Umwandlung zu vollziehen, ist ein Reifeprozess.

 

Vernachlässigtes Selbst

Leider wenden wir uns in der emotionalen Reifung manchmal den falschen Menschen zu. Menschen, die zwar nehmen, aber nicht genug zurück geben (können).

Das kann unser Partner sein, aber auch eine Freundin oder jemand aus der Familie. Wenn wir nichts oder zu wenig zurück bekommen, stimmt über kurz oder lang die eigene Energiebilanz nicht mehr. Es ist, als ob wir ins Leere investieren.

Nach einiger Zeit haben wir keine Kraft mehr und sind nicht mehr in der Lage, anderen entgegen zu kommen.

Parallel dazu vernachlässigen wir oft unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Wenn immer andere an erster Stelle stehen und wir uns nicht fragen „Was will ich eigentlich?“ und „wie fühle ich mich?“ dann können wir auf Dauer keine Zufriedenheit und Freude erfahren.

 

Falsche Ideale

Die Medien setzen weitere Maßstäbe, wie ein schöner Körper, eine glückliche Beziehung, ein komfortables Zuhause und ein erfolgreiches Leben auszusehen hat. Zahlreiche Videoserien und neuerdings sogenannte „Influencer“ gaukeln eine erstrebenswerte Konsumwelt vor. Alles auf Perfektion getrimmt und natürlich nur vom Besten. So funktioniert die Wirtschaft.

Wenn diese als Lebensideale übernommen und doch nicht erreicht werden, kann dies ebenfalls zu Frustration, fehlendem Selbstvertrauen und Versagensängsten beitragen.

Alte Glaubenssätze loszulassen, ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Wege der Selbstverwirklichung.

 

Aufbruch statt weiter so!       

 

Die kleinen Dinge wertschätzen lernen

Beim Spaziergang im Wald die Sinne zu öffnen, anstatt gedankenverloren über die Probleme des Alltags zu sinnieren, ist ein guter Anfang.

Siehst du das satte Grün der Bäume, die kleinen Blumen am Wegesrand? Hörst du das Gezwitscher der Vögel, das Rauschen des Windes in den Baumkronen, riechst du die intensive Frische der Natur?

Wann hast du zuletzt einen Baum berührt, die Rinde ertastet, den Farn durch die Finger gleiten lassen?

Solche Momente mit allen Sinnen zu genießen ist heutzutage, in einem Alltag der so rasant und technikgetrieben an uns vorbei rauscht, der Gegenpol, der uns hilft in Balance zu bleiben…. oder wieder zu dieser zu finden. Kein Wunder, dass diese Erkenntnis unter dem Begriff der „Achtsamkeit“ gerade zum Megatrend anwächst.

Mein persönlicher Weg zu mehr Wertschätzung und Dankbarkeit ist, dass ich mir angewöhnt habe, jeden Tag 3 Dinge zu notieren, für die ich heute dankbar bin. Dieses trainiert meine Achtsamkeit im Alltag ganz automatisch und mein „Dankbarkeitstagebuch“ führt mir immer wieder vor Augen, wie vielseitig und reich mein Leben ist.

  

Vom „Ich muss“ zum „ich will“

Hörst du dich auch immer wieder sagen, was du alles tun „musst“?

Zum Sport gehen, z.B …wo du es doch andererseits als dein Hobby siehst. Oder die Wohnung putzen, wobei du selbst es doch sauber haben willst und auch eine Putzfrau engagieren könntest.

Je mehr „ich muss“ in meinem Denken und Leben ist, um so mehr fühle ich mich als Opfer irgendwelcher Umstände, an denen ich scheinbar nichts ändern kann.

Ja scheinbar, denn tatsächlich ließe es sich schon ändern – nur – welchen Preis bin ich bereit dafür zu zahlen? Genau hier ist der springende Punkt. Weniger arbeiten – und dafür das (zweite) Auto verkaufen? Das Sabbatical machen – und dafür den sicheren Job aufgeben?  

Ein Anfang ist, den oft frustrierenden Tunnelblick aufzugeben und klar zu formulieren. Ich „will“ zum Sport gehen, weil ich mich hinterher einfach besser fühle. Ich „will“ sauber machen, weil ich das Wohlgefühl danach genieße und mir die Putzfrau nicht leisten will.

Das wunderbare an dieser mentalen Haltung ist, dass positive Gedanken auch spürbar sind. Während wir Ideen miteinander verknüpfen und zu befriedigenden Ergebnissen kommen, entsteht im Gehirn Dopamin, das mit den Belohnungszentren gekoppelt ist. Es kommt Freude auf!

 

Aufbruch ins Unbekannte

Das Leben ist Veränderung. Würde sich nichts verändern, würden wir nicht wachsen. Wenn wir nicht wachsen, dann leben wir nicht wirklich. Die Natur zeigt es uns ganz deutlich.

Trotzdem sind wir alle so „gepolt“, dass wir unsere Komfortzone ungern verlassen. So wie es ist, geht es mir gut, wer weiß, was dann kommt. Und selbst wenn es uns damit nicht gut geht… der Leidensdruck muss enorm wachsen, bis wir die Angst überwinden und tätig werden.

Ein Aktionsbeschleuniger kann sein, wenn wir uns die Frage stellen: Was ist in zwei oder drei Jahren, wenn ich jetzt nichts unternehme? Und dies aus verschiedenen Blickwinkeln durchspielen…

Eine andere Möglichkeit ist, das Leben von hinten zu betrachten. Vom Endpunkt aus – also dem Ende meiner Tage. Auf was will ich dann zurückblicken können? Was will ich dann sagen können? Wie sieht für mich ein erfülltes Leben aus? Welche Spuren will ich hinterlassen?

 

Der Lebensfreude eine Chance geben

Wenn wir uns die Endlichkeit unseres Lebens wirklich bewusst machen, dann wird klar, dass wir so viel Zeit gar nicht haben. Dann wird noch klarer, dass wir mehr im Heute und in Selbstverantwortung leben sollten.

Gesunde Ernährung und Gesundheitsvorsorge nach den Prinzipien des AYURVEDA ist ein wichtiger Baustein.

 

Und mutig Entscheidungen treffen, die uns unseren Träumen näher bringen.

Für viele ist es ein erster Schritt, eine außergewöhnliche Reise zu unternehmen. Ortsveränderung, raus aus dem Gewohnten, den Träumen Raum geben.

 

 

 

ein Gastbeitrag von Birgit Kirchner 

wendezeiten-coaching.de
reisenmitsinn.de 

 

 

 

 

Der Sommer ist eine lebendige Jahreszeit: mehr Aktivitäten draußen, Zeit in der Natur, Sonne, Baden etc.  Häufig wird der Sommer von einer gewissen Trockenheit begleitet, in diesem Jahr jedoch profitieren wir von einer wunderschönen, saftig grünen Natur.

 

Hier kommen Informationen und 

ayurvedische Tipps, um die Sommerzeit entspannt zu genießen:

  • Was im Sommer in der Natur passiert und wie sich das auf unseren Körper & Geist auswirkt
  • Warum es besonders im Sommer vermehrt zu Entzündungen, Sodbrennen, Hautauschlägen o.ä. kommen kann
  • Was du präventiv tun kannst und dich von außen und innen zu kühlen:
  • Zur Kühlung deiner Haut
  • 10 Nahrungsmittel & Gewürze, die kühlend wirken
  • Worauf du immer Sommer etwas achten kannst


Im Sommer ist besonders das Pitta Dosha, hauptsächlich bestehend aus dem Element Feuer (& etwas Wasser) aktiv. Das heißt, es erhöht sich in Form von hohen Temperaturen und der starken Kraft der Sonne nicht nur in der Natur, sondern auch in unserem Körper. Besonders Personen, die von ihrer Konstitution schon einen hohen Pitta-Anteil haben, merken die Auswirkungen stark.

 

Ayurveda: Unterschied Früh- und Spätsommer


Dabei unterscheidet der Ayurveda zwischen Früh- und Spät-Sommer. Im Früh-Sommer steigt die Wärme/Hitze im außen und innen langsam an, dennoch ist unsere Verdauungskraft noch recht stark und wir können Nahrung relativ gut verwerten.

Im Spät-Sommer jedoch wird unsere Verdauungskraft immer schwächer, da sich die Wärme im Außen immer mehr auch in unserem Körper ansammelt und akkumuliert und unser Körper als Reaktion unser inneres „Feuer“ etwas drosselt, um uns sozusagen vor dem „Überkochen“ zu schützen. Das wirkt sich nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern auch auf mentaler Ebene aus und unsere Leistungsfähigkeit sinkt.

Deshalb ist es besonders wichtig jetzt darauf zu achten, dass wir uns von außen sowie innen kühlen und trotzdem unsere Verdauungskraft erhalten. Wie stark das ausgeprägt ist und welche Beschwerden auftreten, hängt natürlich von der individuellen Grundkonstitution ab und sollte individuell analysiert und betrachtet werden. Dennoch gibt es ein paar grundlegende Dinge auf die wir achten können.



Im Ayurveda gibt es keine Verbote

Es geht immer um das richtige Maß und ein gesunder Körper im Gleichgewicht, kann auch  vermeintlich ungesunde Dinge ganz gut wegstecken. Worauf man im Sommer etwas achten sollte, sind sehr saure, scharfe und erhitzende Speisen – wie rotes Fleisch, Tomaten, Chili, Knoblauch, Rettich, saure Zitrusfrüchte (außer Limette, da sie Pitta senkend wirkt). Auch Alkohol sollte man besonders im Sommer in Maßen konsumieren. Gegen ein Bierchen ist ab und an nichts einzuwenden (möglichst alkoholfrei), da Hopfen kühlend wirkt.

Generell ist kühlend nicht mit kalt zu verwechseln, auch Getränke sollten besser nicht eisgekühlt getrunken werden. Denn gekühlte Getränke oder auch Eis müssen im Magen erst auf die Verdauungstemperatur erhitzt werden. Dieser Prozess kostet den Körper Energie und es entsteht zudem Wärme und somit das Gegenteil von dem was wir eigentlich bewirken wollten. Daher die Getränke am besten auf Raumtemperatur genießen.

Was können wir weiterhin tun, um unseren Stoffwechsel und die Verdauungskraft Agni im Sommer zu unterstützen?

 

Kühlung von außen und von innen

Von außen können wir uns, wie es sicherlich die meisten bereits tun, durch eine kalte Dusche, ein Bad im See oder im Meer abkühlen, sowie auch durch einen Spaziergang im kühlenden Wald. Sportliche Aktivitäten könnten wir auf den frühen Abend und bestenfalls sogar ins Wasser verlegen.

Von innen können wir uns besonders durch kühlende und somit vor allem bittere Nahrungsmittel abkühlen. Beispielsweise eignet sich mittags begleitend zum Essen etwas Rohkost wie Gurke oder auch frische Kräuter und eine Portion Salat. Bittere Blattsalate wie Chicorée, Radicchio, aber auch Rucola sind sehr gut, um das Pitta zu reduzieren. Auch etwas Joghurt können wir mittags bspw. in die Salatsoße integrieren, da es uns auch hilft frische Kräuter besser zu verdauen.

Mittags ist im Ayurveda normalerweise die Hauptmahlzeit. Wenn es allerdings sehr heiß ist, kann die Hauptmahlzeit auch mal auf den kühleren Abend verlegt werden. Am Abend ist es sehr wichtig, etwas Warmes zu sich zu nehmen wie bspw. ein leichtes Getreidegericht, wie Couscous/Quinoa/Reis mit Gemüse. Das nährt und erfrischt unseren Körper und Geist.

Die Haut können wir wunderbar mit Aloe Vera Gel kühlen. Es wirkt regenerierend und ist daher auch besonders bei Sonnenbrand sehr gut geeignet. Zudem ist auch Kokosöl und allgemein alles mit Kokos sehr gut, um sich von innen und außen zu kühlen.

Weiterhin kann man kühlende, stoffwechselanregende Gewürze integrieren wie Koriander und Kardamom. Und auch, wenn du ein ein Kaffeeliebhaber ist, wie übrigens die meisten Deutschen, kannst du besonders bei hohen Temperaturen (da Kaffee stark erhitzend wirkt) mal eine Prise Kardamom mit hineingeben.

Auch Minze ist ideal, um sich von innen zu kühlen bspw. in Form eines Minz-Holunder-Wassers oder auch im Salat. Auch süße Obstsorten wie Melone, Trauben, Beeren, Aprikosen, Pfirsiche, Feigen und natürlich die Kokosnuss sind erfrischend und kühlend.

Dies sind Empfehlungen, um uneingeschränkt den Sommer und dann auch den Übergang zum Herbst zu genießen. 

 

Wir bedanken uns für diesen Gastbeitrag bei

 

Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitscoach
web: www.jillgarrelts.de
mail: hallo@jillgarrelts.de

 

MIndful position  Frau in Meditation am Strand

 

    

Achtsamkeit ist eine Gabe, auf die wir jederzeit zurückgreifen können, wenn wir uns dazu entscheiden, im Hier und Jetzt anzukommen.

 

So wie ein Kind mit Neugier und Offenheit seine Welt entdeckt, können wir uns auch als Erwachsene darin üben, freundlich und interessiert unsere Erfahrungen wahrzunehmen. Dabei hilft die Vorstellung, wir nähmen unsere Umgebung zum allerersten Mal bewusst wahr – die Beschaffenheit des Bodens, auf dem wir stehen, die Gegenstände um uns herum, die Raumtemperatur, Geräusche, Düfte, einen bestimmten Geschmack, vielleicht sogar unsere Kinder oder unsere:n Partner:in.

 

Im Hier und Jetzt verweilen

Meistens beschäftigen wir uns in erster Linie mit unseren Gedanken, verweilen entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Im Hier und Jetzt befinden wir uns eher selten. Dieses „Wandern des Geistes“ ist völlig normal. Schließlich ist unser Gehirn so konzipiert, dass es unser Überleben gewährleistet. Aus diesem Grund scannt es permanent die Umgebung ab, auf der Suche nach eventuellen Gefahren.

Wenn wir in der Vergangenheit eine unangenehme Situation erlebt haben, wird diese „Geschichte“ immer wieder abgerufen, bis wir vielleicht irgendwann eine bessere Lösung gefunden haben. So machen wir uns eigentlich ständig Gedanken über Dinge, die bereits geschehen sind und die wir nicht mehr ändern können, oder wir verlieren uns in sorgenvollen Szenarien in der Zukunft, welche nie eintreten müssen.

Beeinflussen können wir allerdings nur den gegenwärtigen Moment, indem wir möglichst aufmerksam für das sind, was gerade geschieht, und für die Entscheidungen, die wir treffen wollen.

 

Kämpfen - Flüchten - Erstarren

Stehen wir unter Stress – und das ist wahrscheinlich der Alltag – haben wir die drei automatischen Stressantworten „Fight, Flight, Freeze“, also „Kämpfen, Flüchten, Erstarren“. „Automatisch“ deshalb, weil wir nicht über diese Strategien nachdenken müssen. Im extremen Notfall, bei Gefahr, ist die Stressantwort nützlich und rettet uns das Leben. Im Alltag, wenn wir beispielsweise im Stau stehen oder in einen Konflikt mit einem Familienangehörigen geraten, setzt dieselbe Reaktion ein, obwohl es nicht um unser Überleben geht.

Konkret bedeutet das: unsere Muskeln werden unwillkürlich angespannt, der Herzschlag erhöht sich, die Atmung wird flacher. Wir bewerten die Situation als unangenehm, haben Stressgedanken, verspüren vielleicht Wut oder Hilflosigkeit. Diese Gedanken und Gefühle verursachen noch mehr Stress, und wir haben nur noch den einen Wunsch: aus der Situation auszusteigen! Möglicherweise verhalten wir uns dann in einer Weise, die den Konflikt verschärft, oder wir ärgern uns still, bis wir bei nächster Gelegenheit explodieren...

 

Die unbewussten Muster erkennen

Sind wir in der Lage, achtsam wahrzunehmen, wie sich Stress einstellt, haben wir die Wahl, wie wir uns verhalten wollen. Wir bemerken die Muskelanspannung, nehmen die Gedanken und Gefühle wahr, sind vielleicht in der Lage, eine Auszeit einzulegen, um bewusst zu atmen. Wenn wir dann erst agieren, nehmen wir viel günstigere Verhaltensweisen ein, wodurch auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen profitieren. Wir sind freundlicher, ausgeglichener, klarer.

Im Verlauf einer regelmäßigen Achtsamkeitspraxis vertiefen wir das Bewusstsein für innere Prozesse und erkennen die unbewussten Muster, Gedankenformationen und Körperempfindungen.

Oft ist es gar nicht nötig, etwas zu verändern. Dies fällt uns in unangenehmen Situationen, wie gerade beschrieben, schwerer als in angenehmen. An letzteren halten wir gerne fest, weil die angenehmen Gefühle besser auszuhalten sind.

 

Mit Achtsamkeit können wir lernen, immer mehr Ereignisse genauso zu akzeptieren wie sie sind, und unterscheiden, wann es wirklich darum geht, etwas zu verändern.

 

Die Realität zu akzeptieren kann sehr ernüchternd sein, schafft aber auch Klarheit darüber, was wir vorfinden. Achtsam eine Entscheidung zu treffen ist meist der weisere Weg, auch wenn es bedeutet, uns einer unangenehmen Wahrheit zu stellen.

 

 „Während meiner jahrzehntelangen eigenen Meditationspraxis und „weltlichen“ Arbeit habe ich gelernt, die Übung der Achtsamkeit als einen radikalen Akt zu begreifen - als eine radikale Maßnahme mentaler Gesundung, des Mitgefühls mit sich selbst und letztlich der Liebe. (Jon Kabat-Zinn, „Gesund durch Meditation“)

 

 

Ein Gastbeitrag von Nicole Zijnen / Achtsamkeitslehrerin MBSR

www.praxis-Lebensfreu.de

 

7 Tipps für uneingeschränktes Wohlgefühl

              Balsam für die Seele                  

 

Emotionales Gleichgewicht fehlt uns jetzt allen mit Sicherheit. So viele Veränderungen auf verschiedenen Ebenen zu verkraften ist mehr, als wir gewohnt sind. Es ist ein Kraftakt, an uns selber zu denken und uns unsere Streicheleinheiten für die Seele zu gönnen. Aber einer, der sich lohnt!

 

Gücksmomente für jeden Tag 

Ist ein "happy place" nur eine Modeerscheinung oder wirklich hilfreich? Überall tost das Leben um uns herum und wie oft wissen wir nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Dabei ist Abschalten und zur Ruhe kommen so nötig, damit wir wieder kreativ und positiv sein können, Dinge verarbeiten und Klarheit gewinnen können.
Negative Emotionen ausblenden und das Gefühlsleben auf eine solide Basis zu stellen, ist Voraussetzung für erfolgreiche Alltagsbewältigung. Also was tun?

 

Die einfachste Methode zum Zu-Dir-Kommen:

dein persönlicher Happy Place!

Der einfachste und machbarste Weg ist: Schaff dir deinen persönlichen Happy Place. Das bedeutet, einen Ort oder eine Ecke, die nur für dich ist, ob im Schafzimmer, Wohnzimmer, im Garten oder im Keller, oder auch draussen. Ein Ort, den du frei machst von negativen Assoziationen und Verpflichtungen. Es geht nicht darum, besonderes Mobiliar anzuschaffen oder die Wohnung komplett umzugestalten. Es genügt ein kleiner Ort, der zumindest phasenweise nur deiner ist. Und es lohnt sich definitv in deine emotionale Balance zu investieren!

 

Kreiere deinen Raum mit einer geballten Ladung an Gegenständen,

die dir Geborgenheit vermitteln.

Zum Beispiel:

  1. einen Sessel mit einer super-soften Decke in deiner höchstpersönlichen Lieblings-Beruhigungs-Farbe. Farben sind auch bei geschlossenen Augen wirksam! Lavendelblau, terracotta, moccabraun wären eine gute Möglichkeit.

  2. dein Kuscheltier aus der Kindheit (oder auch neu). Die Emotionen der Geborgenheit, die daraus resultieren sind keineswegs lächerlich, sondern nur wohltuend.

  3. dein softestes Wohlfühl-Kissen. Experimentiere auch mit Hirse-, Dinkel- oder Buchweizen-Füllung! Und deiner Herzens-Farbe! Gönne dir deinen Lieblings-Stoffbezug dafür! Und wenn es rot-kariert ist!

  4. deine Wärmflasche oder Kirschkernkissen in einer schönen weichen Hülle in deiner Farbe! Z.B. rotem Samt, orangem Flanell oder rosa Strick. Gönne es deinem Herzen!

  5. deine Aromatherapie mit Lavendelsäckchen oder deiner Aromalampe. Lavendel, Jasmin, Ylang-Ylang
    sind hier besonders geeignet. Ätherische Öle dringen direkt zum Gehirn vor und haben hier die gleiche Wirkung wie medizinische Beruhigungsmittel! Nur ohne Nebenwirkungen!

  6. dein Lieblingsbild an der Wand daneben, ein Poster, eine Foto-Vergrößerung, etc., die bei dir Glücksgefühle auslöst! Positive Emotionen lassen sich so steuern!

  7. deine Herzens-Collage aus deinen Lieblingsfotos und deinen Details deiner besten Glücksmomente. Z. B. eine getrocknete Blüte, ein Stück Stoff, eine Feder, ein Band, eine Serviette oder ein bisschen Sand zwischen deinen Fotos oder Zeitungsausschnitten. Stimme dich so ein auf dein bestes Leben!

 

Profitiere von der effektiven Methode Happy Place

Du wirst sehen, der tägliche Rückzug an deinen Happy Place ist Balsam für die Seele. Stelle dir vor, dieses Wohlgefühl umgibt dich wie eine schützende Hülle.

Visualisiere diese schützende Hülle wie eine Decke, die dich vor allem Negativen bewahrt.

Zusätzlich kannst  du dieses Gefühl verstärken durch die bewährte Methode der Affirmationen wie „Ich fühle mich wohl und geborgen“. Diese wiederholst du ca. zehnmal.
Und bei kritischen Erlebnissen kannst du dieses Gefühl visualisieren.

 

Experimentiere Schritt für Schritt mit den 7 Tipps und mache dich auf
zu deinem persönlichen Glücksmoment für jeden Tag!

 

Wenn du diese und ähnliche Vorgehensweisen individuell und intensiv in dein Leben einbauen möchtest, dann vermittelt dir das
NeuorientierungsCoaching  erfreuliche, erleichternde und effektive Wege, dein Leben glücklicher zu gestalten.

 

Herzlichen Dank für diesen Gastbeitrag an 

 
 
Susanne Schäffer
Susanne Schäffer

Diplom Psychologin - Diplom Pädagogin - Psychotherapeutin BDP - Coach

Buche hier dein Gratis-Gespräch:  Coachingeffektiv.de

 

Bildrechte Luftballons: Susanne Schäffer/Silvio Z

 

 

 

 

Vastu - die ayurvedische Lehre vom gesunden Wohnen

 

  

 

Vastu, der Kompass für gesundes

Wohnen und mehr Energie in den

Räumen

 

 

Vastu, die traditionelle indische Architektur- und Raumlehre, ist ursprünglich wie auch das Ayurveda in den Veden festgehalten.
Dies ist eine Sammlung von Schriften in Sanskrit aus der Zeit der vedischen Hochkultur. Es ist in mehr als fünf Jahrtausenden millionenfach erprobt und bewährt.

Im alten Indien sind nicht nur Tempel, Paläste und Häuser nach Vastu errichtet worden, sondern ganze Städte. Jaipur ist eine der ältesten und bekanntesten Städte die nach Vastu Regeln entworfen und gebaut wurde.

 

  ©Volker Grätsch auf Pixabay

 

Vastu Shastra oder kurz Vastu ist die Lehre vom gesunden Wohnen, sie gibt Empfehlungen wie Räume gestaltet werden können, damit sie im Einklang mit der Natur und ihren Bewohnern stehen.

Es ist das Ziel auf Basis der Naturgesetze den Raum so zu formen, dass er dem Menschen Energie und Kraft gibt und ihn in seiner Tätigkeit optimal unterstützt.

Je nach Ausrichtung und Lage haben Ihre Räume alle sehr individuelle Energien. Im Vastu geht es darum, die unterschiedlichen Raumenergien so zu nutzen, dass ein Zuhause oder Büro entsteht, das Wohlbefinden, Leistung, Regeneration und die Gesundheit fördert.

Dabei sind die 5 Elemente Luft, Wasser, Erde, Feuer und Äther von besonderer Bedeutung. Ideal sind die Lebensräume in denen sich die Elemente in Balance befinden. Ebenso bedeutend ist auch die Ausrichtung der Räume nach den Himmelsrichtungen.

Das Magnetfeld der Erde im Zusammenspiel mit dem Lauf der Sonne beeinflusst alle Räume. Jeder Raum besitzt durch diese naturgegebenen Energien eine eigene Dynamik. Wenn einem Raum bewusst die passende Funktion zugeordnet wird, kann sich der Mensch positiv entfalten.

 

 

Wohnzimmer nach ayurvedischer Vastu-Lehre gestaltet © Nicole Garrelts

 

Beispielsweise haben Räume im Südwesten, die von der milden Einstrahlung der Abendsonne geprägt sind, ganz andere Eigenschaften als Räume im Südosten, in denen die Sonne sehr lange sehr stark brennt.

Das bedeutet, dass die erdenden und schweren Eigenschaften vom Südwesten z.B. für ein Schlafzimmer sehr gut genutzt werden können, um einen tiefen, erholsamen Schlaf zu fördern. Die feurigen Eigenschaften im Südosten harmonieren dagegen gut mit der Küche und fördern dort den Kochprozess ideal. 

Neben der Lage der Räume ist natürlich auch die Anordnung der Möbel im Raum von großer Bedeutung.

Entscheidend für einen guten Schlaf ist beispielsweise auch die Richtung in der das Bett im Raum angeordnet wird, aber auch die Position von Schränken. Nicht zuletzt ist auch die Lage der Fenster und Türen für die Möblierung des Raumes und eine entspannte Energie ausschlaggebend.

Dabei ist eine Optimierung auch mit den eigenen Möbel und Accessoires umzusetzen. Der eigene Einrichtungsstil kann beibehalten werden, denn Vastu ist völlig unabhängig von einem bestimmten Stil.

Eine sehr wichtige Rolle für die Balance der Räume spielt natürlich auch die Farbwahl. Denn Farben sind keine reine Geschmackssache sondern wahre Energieträger.

Die passende Farbe wirkt wie ein Verstärker für die Raumenergie und ist ebenfalls von der Lage des Raums entscheidend abhängig. So ist die Farbwahl auch von der Himmelsrichtung abhängig.

Im Süden können z.B. kräftige, feurige Farben wie ein korallrot oder auch pink eingesetzt werden, die im Element Erde im Südwesten dagegen z.B. für ein Schlafzimmer ungeeignet sind.

 

© Nicole Garrelts

 

Idealerweise beginnt eine Vastu Beratung bereits bei der Auswahl des geeigneten Grundstückes und bei der Konzeption des Neubaus.

So können schon im Vorfeld durch eine Grundstücksbewertung sowie der idealen Grundriss-Ausrichtung und -Gestaltung im Neubau die entscheidenden Faktoren für gesunde Lebensräume geschaffen werden.  

Natürlich können aber auch bestehende Häuser, Wohnungen, Praxen, Büros oder Yogastudios in ihrer Wirkung optimiert werden.

Dabei wird immer mit einer Raumanalyse begonnen. Basis hierfür ist der Grundrissplan des Objektes mit einem Nordpfeil.

Aus der Analyse leiten sich dann die Maßnahmen ab, die zu einer Verbesserung und Stärkung des Lebens- oder Arbeitsumfeldes notwendig sind. Diese fließen dann in das Innenarchitektur Konzept ein, das dann z.B. aus der Grundrissoptimierung mit Möblierung, sowie der Farb- und Materialgestaltung bestehen kann.

Das Vastu Wissen bietet uns bis heute fundamentale Bausteine für eine ganzheitliche Innenarchitektur und Raumgestaltung, die dem Menschen und seiner Lebensqualität zu 100% zu Gute kommt.

 

 

Ein Gastbeitrag von                     

Nicole Garrelts

Dipl. Ing. Innenarchitektur und Vastu Beraterin

www.design-concept-garrelts.de

 

 

 

 

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    Jeder Mensch braucht

alle sechs Geschmacksrichtungen,

um gesund zu bleiben.

         

 

 

 Den Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer, scharf, bitter und zusammenziehend werden besondere Eigenschaften und Wirkungen zugeschrieben. Jeder Mensch braucht alle sechs Geschmacksrichtungen, um gesund zu bleiben.

Die Verteilung richtet sich je nach der individuellen Konstitution. Zu große Mengen einzelner Geschmacksrichtungen können den Körper jedoch ins Ungleichgewicht bringen.

Die Ernährung kann eine Therapie mit Kräutern unterstützen oder behindern, weshalb der Ernährung ein großer Stellenwert im Ayurveda zukommt. Sie wird auch als die Essenz der Gesundheitsvorsorge betrachtet, da sich der Körper aus dem zusammensetzt, was er aufnimmt. Die richtige Ernährung sollte auch dem Klima, der Jahreszeit und dem Alter angepasst werden.

 

Der süße Geschmack:

Kapha wird durch den süßen Geschmack am meisten erhöht. Er wird auch als schwer und feucht bezeichnet. Der süße Geschmack baut Körpergewebe auf und stärkt es, beruhigt die Schleimhäute, ist auswurffördernd und ein mildes Abführmittel. Er harmonisiert den Geist, fördert die Zufriedenheit und ist ein Gegenmittel bei brennenden Empfindungen. Der süße Geschmack ist der wichtigste, weil er den höchsten Nährwert besitzt. Die meisten Nahrungsmittel werden dieser Geschmacksrichtung zugeordnet.

Zuviel süße Nahrung schädigt Milz und Bauchspeicheldrüse und bildet Toxine.

 

Der salzige Geschmack:

Vata wird durch den salzigen Geschmack am stärksten verringert. Er wirkt beruhigend, abführend, fördert in geringen Mengen die Verdauung, verursacht in großen Mengen aber Erbrechen.

Zu viel Salz schädigt die Nieren und das Gewebe. Außerdem kann durch zu viel davon die Haut faltig werden und die Haare ausfallen.

 

Der saure Geschmack:

Pitta wird durch den sauren Geschmack am meisten erhöht. Er ist anregend, nährend, vertreibt Gase, lindert den Durst und fördert den Großteil der Gewebebildung.

Zuviel Saures schädigt die Leber und übersäuert den Körper.

 

Der scharfe Geschmack:

Kapha wird durch den scharfen Geschmack am stärksten verringert. Er wird auch als heiß und trocken bezeichnet. Der scharfe Geschmack wirkt stimulierend auf das Abwehrsystem, schweißtreibend, verbessert den Stoffwechsel, löst Stauungen auf und fördert die Organfunktionen.

Zuviel Scharfes schädigt die Lungen und trocknet sie aus. 

 

Der bittere Geschmack:

Vata wird durch den bitteren Geschmack am meisten erhöht, Pitta am stärksten dadurch verringert. Er wird auch als kalt und leicht bezeichnet. Der bittere Geschmack wirkt blutreinigend, entgiftend, verringert das Körpergewebe und fördert geistige Leichtigkeit. Er wird gemeinsam mit dem zusammenziehenden Geschmack gegen Fieber, Infektionen und Verletzungen am häufigsten therapeutisch verwendet.

In zu großen Mengen kann Bitteres zu Kälte führen, erschöpfend wirken und dem Herzen schaden. In unserer westlichen Kultur herrscht jedoch meist ein Mangel an bitterem Geschmack in der Nahrung, wodurch sich Toxine im Körper ansammeln können.

 

Der zusammenziehende Geschmack:

Er stoppt Blutungen, übermäßiges Schwitzen und Durchfall, fördert die Heilung von Haut und Schleimhäuten und bewahrt die Festigkeit des Gewebes. Der zusammenziehende Geschmack hat im Hinblick auf Mineralstoffe einen großen Nährwert. Die meisten grünen Gemüsesorten werden dieser Geschmacksrichtung zugeordnet. Gemeinsam mit dem bitteren Geschmack wird er bei der Behandlung von Fieber, Infektionen und Verletzungen eingesetzt.

Zuviel Zusammenziehendes schadet dem Dickdarm und löst Kontraktionen aus. 

 

Weitere Informationen zur Ernährung im Ayurveda finden Sie HIER 

 

 

 

Slow down and take care of yourself

 

Der Winter ist eine Zeit der inneren Einkehr. Gerade nach diesem Jahr sollten wir diese Zeit auch besonders dafür und somit für uns selbst nutzen.

Unser Körper schickt uns immer wieder kleine Signale, die manchmal im Stress des Alltags einfach untergehen, weil uns vielleicht gerade die Zeit fehlt darauf einzugehen. Doch dadurch kann es langfristig passieren, dass die Verbindung zu unserem Köper leidet, was sich wiederum auf unsere Gesundheit auswirkt. Deshalb nutzen Sie diese Zeit!

 

Hören Sie in sich hinein und fragen Sie sich, was Sie gerade brauchen und sich heute Gutes tun können.

Und vielleicht besteht es gar nicht darin, etwas Bestimmtes zu tun, sondern auch mal etwas nicht zu tun - auch das fällt dem ein oder anderen vielleicht nicht so leicht. Denn nur wenn wir selbst gut für uns sorgen, können wir unsere Gesundheit stärken.

Dazu zählt bspw. eine warme, frisch und selbstgekochte Mahlzeit. Diese bestenfalls täglich zu sich zu nehmen, ist ein Akt der Selbstfürsorge. Kochen Sie mit Freude das, worauf Sie gerade Appetit haben. Die Art, wie die Mahlzeit zubereitet wird, hat einen großen Einfluss auf die Wirkung in unserem Körper zum Beispiel wie sie verstoffwechselt wird.

 

„Liebe geht durch den Magen“

 Sicher haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass das gleiche Essen vom selben Koch an verschiedenen Tagen unterschiedlich geschmeckt hat. Man schmeckt es, wenn eine Mahlzeit „mit Liebe“ zubereitet wurde und schon alleine dadurch tun wir unserem Körper etwas Gutes. Man sagt ja nicht umsonst „Liebe geht durch den Magen“. 
 

Zudem helfen wir unserem Körper mit warmen Speisen bei der Verdauung (im Ayurveda gilt der Grundsatz: du bist, was du verdaust). Wir nehmen unserem Körper somit einen Arbeitsschritt ab, da er warme Nahrung wesentlich leichter aufspalten kann und nicht noch stark erwärmen muss im Vergleich zu kalter Nahrung. Warme Speisen sind daher besonders in den kalten Wintermonaten essentiell, um den Körper vor den Auszehrungen des Winters zu schützen. Denn der Ayurveda arbeitet mit den Gegensätzen, um gewisse Eigenschaften zu reduzieren und die Balance zu fördern.

Da es im Außen gerade kalt ist, sollten wir unserem Körper daher Wärme geben. Zusätzlich können wir dies auch durch warme Getränke wie warmes, abgekochtes Wasser oder Ingwerwasser bspw. mit Pfeffer. Dadurch wird die Wärme und Zirkulations- und Stoffwechselaktivität im Körper gefördert. Zudem kann man auch mit weiteren wärmenden Gewürzen wie z.B. Zimt arbeiten.

Weiterhin können Sie für ihr Wohlbefinden sorgen, indem Sie sich fragen wie Sie noch mehr Selbstliebe zulassen können. Gerade am Ende eines Jahres – und dazu noch ein so außergewöhnliches Jahr wie dieses – wird die Zeit häufig zur Reflektion genutzt.

 

Was haben Sie in diesem Jahr gelernt und welche Erkenntnisse möchten Sie mit in das Jahr 2021 nehmen?

 Was möchten Sie im Gegenzug vielleicht im Jahr 2020 lassen? Wo setzen Sie sich selbst vielleicht noch Grenzen? Und brauchen Sie diese Grenzen wirklich noch? Außerdem können Sie sich überlegen, wie Sie anderen Menschen eine Freude machen oder sie unterstützen können, um ihre Herzen zu erwärmen.

In diesem Sinne halten Sie sich und andere durch Ihre Taten warm :)

 

 

Herzlichen Dank an unsere Gastautorin
Jill Garrelts - Ayurvedaexpertin 



https://www.instagram.com/jill.ga/

Bildrechte: Jill Garrelts  (auch Header) 

 

 

 

  "Ayurveda"

ist eines der alternativen Heilverfahren

dessen Therapieform oft als besonders

"sanfte Medizin" bezeichnet wird.

 

 

 

 

Ayurveda  - die Wissenschaft vom Leben - ist die traditionelle Medizin Indiens, die ganzheitliche indische Naturheilkunde. 

Es erfreut sich mittlerweile einer großen Beliebtheit auch in der westlichen Welt.

Es ist ein Teil der spirituellen "vedischen Wissenschaften" (veda = vollständiges Wissen), die auch Yoga, Meditation und Astrologie einschließen und ein umfassendes Verständnis des gesamten Universums vermitteln sollen.

Ayurveda beschäftigt sich nicht nur mit dem materiellen Körper und wurde Aufzeichnungen zufolge bereits 4000 vor Christus praktiziert.

 

 Glück und Gesundheit

sind das Resultat

unserer Gedanken.

 

 

 

Wird Ihr Denken von negativen Situationen und Gefühlen bestimmt, so nehmen diese in Ihrem Bewusstsein zu. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, das wächst.

Wir sehen täglich Menschen, die sich über banale Dinge aufregen und dadurch ihre Lebensenergie schwächen. Auf die Dauer schwächt es auch die Vitalität und Gesundheit.

Wenn die Aufmerksamkeit hingegen auf etwas Sinnvolles gebündelt wird, wie es im Ayurveda gelehrt wird, seien es bedeutsame Projekte, die Familie oder berufliche Ziele, so kann dies der Gesundheit zuträglich sein. Es gibt den Menschen etwas, wofür sie sich täglich einsetzen können und etwas bewirken. Dies steigert das persönliche Wohlbefinden und kann damit auf Dauer auf die Gesundheit positiv wirken.

 

Gesunde Menschen sind glücklicher als kranke. Das scheint offenkundig.

Umgekehrt stimmt es oft auch, dass glückliche Menschen gesünder sind.

 

Der Geist spielt eine entscheidende Rolle, wie unser Leben verläuft. Neurotransmitter sind die chemischen Stoffe im Gehirn, durch welche Gedanken wirken. Je nach der Stimmung, in die sich ein Mensch versetzt, schwankt das Niveau dieser Stoffe.

Wir können bewusst positive Gedanken wählen, was wiederum auf die Ausschüttung von (Glücks)Hormonen einen Einfluss hat oder trübsinnigen Gedanken nachhängen, was ebenfalls Auswirkungen auf den Körper hat. Der Volksmund bezeichnet es treffend als sauer sein, auf den Magen schlagen, der Kopf brummt oder man hat einen dicken Hals.

Liebevolle Gedanken, Ruhe und Mitgefühl erzeugen Frieden im Inneren. Herzlichkeit, Großzügigkeit und Zuneigung, Wärme und Vertrautheit und glückliche Gedanken aller Art erzeugen durch den Fluss der Neurotransmitter und Hormone im Zentralnervensystem einen entsprechenden positiven Zustand des Körperbefindens. 

 

Meditation und Yoga sind der Weg.

Viele unser ca. 80.000 Gedanken täglich spielen sich im Unterbewusstsein ab. Durch die Praxis der Achtsamkeit, der bewussten Atmung und Visualisierung von erwünschten Bildern können wir auf unseren Geist Einfluss nehmen. Wer dies täglich in sein Leben integriert, wird durch mehr Lebensqualität belohnt.

Dies wird im Ayurveda und durch indische Yogis seit Jahrtausenden gelehrt und findet in den letzten Jahrzehnten auch Zugang im westlichen Kulturraum.

 

Om namah shivaya  – ich grüße das Gute und Göttliche in Dir.

 

 

 

 Wenn die Ernährung nicht stimmt,

nützt auch Medizin nichts.

Wenn die Ernährung gut ist,

ist Medizin gar nicht erforderlich.

 Lassen Sie das richtige Essen

Ihre Medizin sein!

 

 

 

 

 

Wir und unsere Gesundheit sind das Ergebnis dessen,

was, wann, wo, wie und warum wir essen.

Als natürliches Heilsystem lehrt Ayurveda, dass die Ernährung die allgemeine Gesundheit fördern und Krankheiten sowohl verhindern als auch heilen kann. Ayurveda ist eine Möglichkeit, Essen als lebensspendende Energie zu sehen und zu verstehen, wie Ihre individuelle Konstitution und die Einflüsse um Sie herum bestimmen, ob Ihr Essen Ihnen zuträglich und sogar heilsam sein kann.